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>> Wir über uns >> Die Dacho-Chronik >> Die Kurz-Chronik |
1950 2005 |
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Auf den folgenden Seiten soll versucht werden, ein kurzes Bild der Wiesbadener Fassenachtsgeschichte zu zeichnen, obwohl genug Material und Anekdoten zur Verfügung gestanden hätten, ein dickes Buch zu schreiben. Jedes Jahr, jeden Verein und jede Begebenheit zu schildern würde den Rahmen einer solchen Schrift sprengen. Wer etwas mehr, vor allem über die Gründerzeit der organisierten Fassenacht in Wiesbaden erfahren möchte, der sei auf das Buch "Lachendes, lockendes, lebensfrohes Wiesbaden", des damaligen Vorsitzenden des "SPRUDEL" Franz Frietsch verwiesen. Zugegeben, es ist im Handel nicht mehr erhältlich, aber mit etwas Glück und einem guten Antiquariat sollte es gelingen, ein Exemplar zu bekommen. Nun gibt es in Fastnachts-Profi-Kreisen Mitmenschen, welche in diesem Buch gravierende Fehler in Bezug auf Ereignisse aus dem Jahr 1982 ausmachten. Dazu für diese Leute ein kleiner Tipp, das Buch behandelt nur das Fastnachtsgeschehen bis 1959 …!
Tja, wie packt man eine Chronik eigentlich an? Eine Frage, die ich mir leider erst zu spät stellte. Eines aber hatte ich schon vor Beginn dieser Schrift gelernt; erzähle dem DACHO-Häuptling Werner Mühling niemals von einer Idee, wenn du nicht bereit bist, diese auch in die Tat umzusetzen!
Getreu dem Sprichwort "viel Feind, viel Ehr" wird in dieser Schrift auf die inflationäre Erwähnung von Namen verzichtet, da es gemeinhin bekannt ist, dass "echte Karnevalisten" an den Rand des Amoklaufs getrieben werden können, wenn man vergisst, sie und ihre Leistungen zu erwähnen und der Konkurrent X… seinen Namen dreimal zu lesen bekommt. Als Grundlage dieser Aufzeichnung dienten die schon erschienenen DACHO-Chroniken von Erich Bittner und Werner Wörle, Zeitungsartikel, Vereinschroniken, persönliche Erinnerungen aktiver Fassenachter sowie das schon erwähnte Buch. Die Festhefte mehrerer Wiesbadener Vereine waren ebenfalls wahre Fundgruben. Leider gibt es außer den berühmten löblichen Ausnahmen auch unzählige Vereine, die ihre Hefte zu grauenvoll langweiligen Anzeigengräbern verkommen lassen. Die begrenzte Dimension der Chronik wird so manch gestandenen Fassenachter/in wie schon erwähnt, hier natürlich die ein oder andere für sich "wichtige Begebenheit" vermissen lassen. Viele Ereignisse liegen trotz meines biblischen Alters von fast 40 Jahren noch vor meiner Geburt, was den Vorteil hat, dass auf die Worte "Ich war…" verzichtet werden kann.
Diese Arbeit kostete mich mehrere verbrannte Fertiggerichte, ungezählte Liter Kaffee und das Unverständnis meiner nicht ganz so karnevalistisch besessenen Familie. Gerade deshalb gilt mein besonderer Dank meiner Frau, die gezwungenermaßen an dieser Broschüre mitarbeiten musste. Einen Literatur-Nobelpreis wird bestimmt nicht für diese Schrift verliehen werden, den hat mir leider um Haaresbreite Günter Grass vor der Nase weggeschnappt. Lassen sie sich trotzdem mitnehmen auf die kleine Entdeckungstour durch die Wiesbadener Fassenacht.
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